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klaus-jürgen thiel * ontour
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Berichte

Ein Urlaub auf einer Palme!

Ich hab es geschafft, ich habe einen Urlaubsort gefunden, an dem ich meine Seele baumeln lassen konnte. Seit meiner Jugend habe ich gerne am Wasser gelebt, leider habe ich nur in meinen Urlauben die Möglichkeit dazu gefunden mir diese Bedingungen zu schaffen. Vor einigen Jahren mehrere Jahre auf einem Campingplatz in Holland, lange Zeit vorher als Rettungsschwimmer an der Ostsee in meinen Ferien! Und nun in einen Centerpark in Nordholland, an dem fast alle Häuser am Wasser liegen. Ein Park nach meinem Geschmack. Auch meine Familie konnte die Tage hier genießen. Das schöne für uns alle, es gab auch in der Umgebung einiges zu enddecken und das für alle Altersgruppen und quer über viele Interessensgebiete. Diese Infos hatte ich schon in meiner Recherche beschrieben. Ein Grund für meine Spannung als der Tag der Anreise gekommen war.

Die Fahr von Dorsten zum Park verlief Reibungslos über die A31 bis nach Meppen, dann Richtung Westen über eine Europastraße in Deutschland und die in Holland als Autobahn ausgebaut war. Von der Abfahrt der A31 bis zur richtigen Abfahrt zum Park waren es weinige Kilometer. Die Spannung stieg und die Blicke erkundeten die Nachbarschaft. Dann war es soweit wir sahen den Park und nach zwei Kreisverkehren waren wir am Park. Hier konnten wir, da wir schon unsere Unterlagen im Internet ausgedruckt hatten, den „Drive in“ Schalter benutzen. Somit waren wir nach wenigen Minuten mit den Parkunterlagen und dem Schlüssel auf dem Weg zum unserem Häuschen. Die 15 km/h, die auf den Wegen im Park erlaubt sind, ermöglichten sich einen ersten Überblick des Parkes zu machen. Schöne kleine Häuschen alle wirklich am Wasser, es gab nur eine Hand voll Häuser, die keinen direkten Zugang zum Wasser hatten! Auch etwas für Wasserscheue!

Nach wenigen Minuten waren wir dann an unserem Häuschen und konnten den Blick auf das Wasser genießen. Unser Häuschen war genau richtig für unsere Zwecke. Es hatte alles was wir brauchten und wir fühlten uns sofort wohl. Nach dem Auspacken ging es einmal mit dem Hund durch den Park, die Einzelheiten der Umgebung zu erkunden. Es war sehr ruhig obwohl einige Gäste im Park wohnten. Das Zentrum war sauber und mit allem Ausgestattet was man für´s Leben braucht. Der Supermarkt war sehr gut bestückt und hatte normale Preise, die Restaurants hatten ausgewogenen Speisekarten und es gab für jeden Geschmack etwas und das zu vernünftige Preisen. Der Bereich für die angebotenen Freizeitaktivitäten war sehr vielseitig. Vom Klettern über Tennis, Schwimmen, Squash, Kinderspiele, Sauna Fitnessraum und noch einiges mehr waren im Innenteil des Zentrums zu finden. Der Außenbereich konnte noch mit Minigolf, Bootsanleger für Tretboote, Elektroboote und einem kleinen Floss aufwarten. Die Spielplätze für verschiedenen Altergruppen waren im Parkverteilt. Dazu kam noch der kleine Bauernhof, der für kleine und große Besucher verschiedene heimische Tiere beherbergte, die man in Ihrem Stall und in deren Außengehege besuchen konnte.

Der Nachmittag genossen wir im Wohnzimmer mit dem Blick auf das Wasser bei einem Kaffee und einem guten Buch.

Am nächsten Tag ging es dann nach Emmen, der größten Stadt in der Umgebung. Hier schauten wir uns die Geschäfte der Innenstadt an und kauften nach langer Zeit wieder einmal in einer uns von früher bekannten Lebensmittelkette ein, dies war nicht nur ein Einkauf sondern auch eine Reise in alte Zeiten. Doch nur durch die Produkte die wir von früher noch kannten. Mich interessierte aber auch noch die Organisation des Landens. Hier hatten alle Mitarbeiter kleine Headsets und waren damit mit einem Koordinator verbunden. Der bei Bedarf die Mitarbeiter zu jedem Platz im Laden schicken konnte. In einer anderen Ladenkette wurden Handscanner den Kunden angeboten, mit denen diese Ihre Ware beim Einkauf scannen konnten und dann ander Kasse nur noch bezahlen mussten. Leider konnte ich hier keine Einzelheiten nachforschen, da ich ja im Urlaub war und nicht bei einer Betriebsanalyse. Für uns kommen aber noch interessante Zeiten zu, die Öffnungszeiten waren vor 10 Jahren in Holland schon viel Länger als bei uns in Deutschland. Doch zurzeit sind in Holland die immer noch viel Länger als bei uns.

Die nächsten Tage verbrachten wir im Park und genossen die Spaziergänge, die Restaurants und das Wetter.

Eine Empfehlung ist dieser Park auf jeden Fall wert.

Wir werden diesen Park noch einmal besuchen.

Die Recherche 

Nach einiger suche habe wir uns in diesem Jahr für den Parc Sandur in der Nähe von Emmen entschieden. Im letzten Jahr waren wir in einem deutschen Park an der Nordsee Küste. Die Zeit dort war sehr schön, obwohl die Nordsee an der deutschen Küste für mich nicht so schön ist die Strände auf den vorgelagerten Inseln. Der Park auf der Halbinsel Butjadingen am Jadebusen war nur für uns nur als Erholungsort gedacht und hat diesen Zweck voll und ganz erfüllt.

Aber nun zum Parc Sanur, in Nordholland in der Nähe von Emmen gelegen, ist an einem See so errichtet worden, dass viele Häuser direkt am Wasser liegen. Die Anlage ist im südöstlichen Teil des See´s installiert worden. Noch sind nicht alle Plätze auf dem Gelände bebaut worden und der Betreiber bietet diese zum kauf an.

In dem Park ist es möglich in allen Häuser das W-LAN zu nutzen. Auf die Nutzung freue ich mich schon, da ich dann die Möglichkeit haben werde diesen Bericht weiter zu verfassen.

Die Einzelheiten zum Park werden direkt aus dem Park geschrieben.

Nun einige Informationen aus der Umgebung. Der Park liegt südöstlich von Emmen und gehört auch zu diesem Ort mit ca. 100 000 Einwohnern, in der Provinz Drente. Die Stadt gliedert sich in die 4 Bezirke: De Stad, de Monden, de Blokken und de Velden. Wobei der Bezirk de Stad mit ca. der Hälfte der Einwohner der größte Bezirk ist. In der Umgebung liegen auch noch einige Moorkolonien. Nach dem zweiten Weltkrieg ist die Region als Entwicklungsgebiet staatlich gefördert worden und es hat sich die Textil- und Metallindustrie angesiedelt. Heute ist Emmen die größte Stadt in der Provinz Emmen. Selbst die Provinzhauptstadt Assen ist kleiner, dies ist durch die bedachte Wohnbebauung entstanden. Die neuen Wohnungen wurden in einem großen Abstand zur vorhandenen Wohnungen erreicht. Der Bahnhof in Emmen ist der Endpunkt der Bahnlinie innerhalb von Holland, nach Deutschland führt einen Bußlinie ins nahe Meppen. Die Anbindung an die Autobahn A31 in Deutschland geschieht über die E233 auf der deutschen Seite und der A37 Auf der niederländischen Seite. Diese ist für die Wirtschaft wichtig, da über diese Route die Exporte nach Skandinavien von Emmen aus geschickt werden. Die Stadt Emmen beherbergt die für sie wichtige Kunstfaserindustrie und hat es geschafft einen Gewerbepark für Hightechunternehmen zu errichten. Die für uns in unserem Urlaub wichtige Information ist das Emmen eine wichtiges Einkaufs- und Wirtschaftszentrum in der Umgebung ist. Also werden wir einen hoffentlich kurzen Zeitraum diese Bereich von Emmen besuchen.

In der Nachbarschaft befindet sich einer der schönsten Zoos der Niederlande und auch ein Freilichtmuseum. In meinen Recherchen bin ich auch auf das „Full Colour Festival“ gestoßen. Seit 1994 ist an einem Tag eine der größten multikulturelle Veranstaltung im Norden der Niederlande. Eine Fest mit mehreren Phasen, verschiedenen Straßentänzen und allgemein eine Veranstaltung in der sich die ganze Welt auf Ständen mit speziellen Produkten und Gerichten präsentiert. Diese Veranstaltung findet im Juni statt. Informationen habe ich aus dem Internet-Portal der Stadt Emmen hier gibt’s auch weitere Infos über Veranstaltungen und Festlichkeiten in Emmen und Umgebung. Eine weitere Internetseite ist für Interessenten auch die Seite der Touristen Info Emmen (leider nicht in Deutsch). Doch ich möchte ja auch die Sprache des Landes lernen, beim lesen ist das für mich schon machbar, aber das Sprechen klappt noch gar nicht.

Eine weitere für meinen Sohn interessante Einrichtung ist das Van-Gogh-Haus in Nieuw Amsterdam, ein Haus in dem Vincent van Gogh 1883 gelebt hat. Das Haus ist leider nur am Dienstag und Sonntag in der Zeit von 13:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Es werden auch Lesungen in dem Haus veranstaltet. Das Haus hat eine Geschichte, die 1870 begann, in der Zeit als in der Umgebung noch Torf abgebaut wurde. Das Schmalspur Museum, die Hunengräber und weitere Museen lassen auch bei nicht so gutem Wetter, lange weile nicht aufkommen. Mal sehen welche Museen wir mit Hund besuchen können. Immer ein Problem bei den Reisen mit dem kleinen Hund haben wir schon öfter gehabt. Am schlimmsten aber war es an der deutschen Nordseeküste, als wir den Kurpark mit Hund nicht benutzen durften!!! Abe das ist ein anderes Thema.

Dies habe ich auch schon bei einer Tagestour auf der deutschen Seite der Grenze gesehen. Auch wenn man die A31 befährt, sieht man neben der Autobahn noch die Moore und die Abbaugebiete von Torf. Interessant ist es auch einmal die Autobahn zu bei Schwartenpohl zu verlassen und eine Runde durch diese Gebiet zu machen. Ich habe eine kleine Runde erarbeitet die über ca. 330 km durch einige Moorgebiete führt. Mich hat vor einigen Jahren der Ort Twist begeistert! Das lag daran das ich an einer nicht enden wollenen geraden Straße entlang fuhr, an der, an jeden Haus die Bewohner die Rasenflächen, Anlagen und Höfe verschönerten. Der Grund war ein fest im Ort. Diese Momente liebe ich bei meinen Touren, die Bewohner, die sich nicht an die Stadtverwaltung wenden um die Umgebung zu verschönern. Nein jeder im Ort ist für (s)einen Bereich verantwortlich und pflegt diesen.

Nun aber zurück zum „Parc Sandur“ der See ist in dieser ehemaligen Moorlandschaft schön angelegt. Es ist eine Freizeitoase nicht nur für Parkbesucher. Auf der nördlichen Seite sind zwei Freibäder eingerichtet und am Park wird ein weiterer See als Badesee genutzt. Im Winter befindet sich am Park auch noch eine Eisbahn zum Schlittschuh laufen. Es ist also viel zu erkunden in gerade mal 7 Tagen. 

 

 

Das Sauerland war im 2008 meine erste Tour über einen längeren Zeitraum. Diese Tour machte ich noch mit meiner Honda XL125V Varadero. Eine 125 die ich mit meinem Führerschein fahren konnte ohne den Führerschein für Motorräder zu besitzen. Die Maschine war mit Koffern ausgestattet und ich konnte so mein Gepäck mitnehmen. Es ging am ersten Tag zum Möhnesee und dann weiter zur Jugendherberge am Sorpesee, einer Talsperre, die in der Zeit von 1926-1935 gebaut wurde. Der ersten Planung nach, sollte die Talsperre zur Wasserregulierung genutzt werden. Trotzdem wurde beim Bau ein Pumpspeicherkraftwerk integriert. Die Sorpe speist die Talsperre um mit diesem Wasser die Regulierung der Ruhr und die Wasserversorgung sicherzustellen. Das Pumpspeicherkraftwerk ist ein Speicherkraftwerk das bei Energieüberschuss Wasser vom Ausgleichsbecken in Stausee pumpt. Bei Energiebedarf wird aus der Talsperre über die Turbinen die notwendige Energie erzeugt. Die Talsperre hat aber auch einen hohen Freizeitwert. Der Wassersport wird von einigen Stationen der DLRG überwacht. Die Talsperre liegt im Hochsauerlandkreis und wird vom Ruhrverband betrieben. Dazu gehören auch der Biggesee, der Möhnesee, der Hennesee und die Versetalsperre.

Aber nun zur ersten Übernachtung in einer Jugendherberge. Die Prämiere ich hatte mir den Jugendherbergsausweis besorgt und die Übernachtung gebucht. Die herberge lag direkt am See und es war eine erholsame erste Nacht.

Bei dieser Tour lag auch der Biggesee auf meiner Route.

 

 

Eine spontane Tour konnte ich im Herbst 2009 trotz beruflichem Stress doch noch machen. Die Reiseroute hatte ich noch einen Tag vor der Tour geändert.

Durch einen Bericht im Internet habe ich die Planung umgestellt. Es sollte nun auf der „Erlebnisstraße der deutschen Einheit“ von Süden nach Norden gehen. Ich war im festen Glauben, diese Tour ohne große Vorbereitung, nur nach der Beschilderung zu fahren. Ein Fehler, denn die Beschilderung war teilweise nicht durchgängig. Die Museen und Ausstellungen waren zu Umfangreich um diese in den wenigen Tagen zu erkunden. Also musste ich mich nur auf meine Eindrücke bei der Fahrt konzentrieren. Kennenlernen der Landschaft und der Unterschiede zwischen Ost und West.

Die erste Etappe ging auf dem schnellsten Weg von Dorsten nach Gersfeld in die Jugendherberge. Die Übernachtungen waren alle in Jugendherbergen geplant. Meine Vorliebe für diese Art der Übernachtung werde ich noch in einem anderen Artikel veröffentlichen. Die zweite Etappe war eine Rundfahrt durch den südlichen Teil der Erlebnisstraße von Gersfeld aus. Es ging in Richtung Hof zur tschechischen Grenze. Dem südlichsten Punkt der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Auf dem Weg machte ich Rast am Bayernturm Coburg Mitwitz. Das Besteigen des Turmes hat sich wegen der schönen Aussicht über die Ausläufer der Rhön wirklich gelohnt. Das nächste Ziel war Mödlareuth ein Dorf durch das 41 Jahre die Grenze verlief. Die ehemaligen Grenzanlagen sind in einem Museum erhalten geblieben. Das Dorf mit ca. 50 Bewohnern liegt teilweise im Bundesland Bayern und im Bundesland Thüringen. Das Museum veranschaulicht die Situation der Bewohner, wobei mir ein Leben mit einer unüberwindlichen Grenze in einem Dorf nicht vorstellbar bleibt. Der mögliche Blickkontakt ohne die Realisierung von einem persönlichen Treffen mit einem Gedankenaustausch. Familien die durch eine Mauer 41 Jahre getrennt wurden. In der Bildergalerie finden Sie einige Bilder des Museums. Über Hirschberg ging es dann an der Grenze entlang wieder nach Gersfeld. Nach der zweiten Übernachtung war die weiter Reise Richtung norden geplant. Leider spielte das Wetter nicht so mit wie am Tag zuvor. Also wurde die Route zur nächsten Jugendherberge in Schöningen ohne große Zwischenstopps fahren. Dabei war eine Umleitung bemerkenswert. Einmal war es die längste Umleitung, die ich je auf einer Landstraße gefahren bin. Zum zweiten waren hier die Dörfer bzw. die Straßen in den Dörfern bei diesem Wetter, es regnete leicht, die Straßen waren feucht und teilweise von den landwirtschaftlichen Fahrzeugen verschmutzt. Dadurch war ich schon vorsichtiger unterwegs. Doch das erste kleine Dorf brachte mir dann doch den Angstschweiß auf die Stirn. Außerhalb der Ortschaft gab es keine Geschwindigkeitsbegrenzung aber am Ortseingang war die normale Begrenzung auf 50 gefordert. Doch diese 50 km/h waren viiiiel zu schnell für die Straßenbeschaffenheit. Es gab grobes Kopfsteinpflaster welches durch den Regen sehr rutschig war. Dann kam noch eine doppelte S-Kurve die bei diesen Verhältnissen maximal 30 km/h zugelassen hat. Also gaaanz vorsichtig auf die Bremse und so schnell wie möglich die Geschwindigkeit reduzieren. Dies war im ersten Dorf noch eine Überraschung, doch bei den nächsten Dörfern gab es ähnliche Verhältnisse. Da war ich schon vorbereitet und es bereitete mir keine Probleme mehr.

Bei strömendem Regen kam ich an der Jugendherberge an und musste noch auf den Mitarbeiter warten bei dem ich Einchecken konnte. Die nächste Etappe musste ich leider um einen Tag verschieben, da ich gesundheitlich nicht in der Lage war zu fahren. Die Verlängerung um einen Tag war auch in der Jugendherberge kein Problem. Das Wetter war auch an diesem Tag nicht besonders und so spielte es keine Rolle wie ich den Tag verbrachte.

Nach zwei Übernachtungen packte ich wieder den Packsack auf das Motorrad und es ging auf die letze Etappe an der Grenze entlang. Zeil war nun die Nordseeküste genauer der Ort Norderhafen auf der Halbinsel Nordstrand. Hier hatten wir eine Ferienwohnung für einen Teil meiner Familie und mich gemietet. Die Wohnung war ab diesem Tag gemietet.

Die Etappenziele waren Salzwedel, Hitzacker an der Elbe und Schwerin. Die Elbe, die über einen großen Teil die Grenze zwischen der Bundesrepublik und der DDR bildete. Der Wechsel zwischen dem „Osten“ und dem „Westen“ war an diesem Tag sehr häufig zu spüren. Die Unterschiede in den Gewerbegebieten konnte man in vielen Orten sehr deutlich sehen. Es gab im „Osten“ sehr viele ganz neue Gewerbeflächen, aber an der nächsten Ecke verfielen die alten Fabrik- und Bürogebäude. Auch die unterschiede in der Bevölkerungsdichte war auffällig. Die Fahrt mit der Fähre über die Elbe zeigte noch ein letztes Mal deutlich die Unterschiede. Auf der östlichen Seite konnte ich die Alleen bewundern an denen Obstbäume gepflanzt waren. Hier musste ich aufpassen, da die überreifen Früchte nun auf der Straße lagen und die Fahrbahn sehr rutschig machten. Die Ortsdurchfahrt von Schwerin konnte ich aus Zeitgründen nicht wirklich genießen. Nach Schwerin ging es auf dem schnellsten Weg nach Norderhafen zum Vermieter der Wohnung. Ich holte den Schlüssen und konnte mich in der Wohnung nach einer Dusche entspannen.

Da meine Familie erst am Abend des nächsten Tages anreisen konnte, blieb mir noch ein Tag für die Erkundung eines Teils von Schleswig Holstein. Es ging quer durch von der Nordsee zur Ostsee. Auch davon habe ich einige Fotos gemacht, die in der Bildergalerie zusehen sind. Für mich ist die Landschaft an der Ostsee abwechslungsreicher als an der Nordsee. Einige Stellen habe ich in meiner Jugend kennengelernt und ich bin von der Ostsee begeistert. Dies bestätigte sich auch an diesem Tag wieder.

Die nächsten Tage gehörten dann meiner Familie mit der ich mit dem Auto noch an die dänische Grenze fuhr und auch Rendsburg besuchte. Einen Tag verbrachten wir noch in Husum und Friedrichstadt. Einer kleinen schönen Stadt die wir uns gemeinsam anschauten.

Da ich ja mit dem Motorrad unterwegs war und ich nicht in der Kolonne mit dem Auto meiner Familie nach Hause fahren wollte, fuhr ich alleine fast ohne Autobahn bis nach Dorsten. Es ging wieder zur Elbe und mit der Fähre in Alte Land. Einem Obstanbaugebiet westlich der Elbe. Das ich schon einmal 1987 besucht hatte. Dann über Bremerhaven, Bremen nach Oldenburg hier beginnt an der Hunte der Küstenkanal, ein ca. 70 km langer Kanal der in der Nähe von Papenburg auf den Dortmund-Ems-Kanal trifft. Der im Ursprung zur Entwässerung der oldenburgischen Moore gebaut wurde. Die Bundesstraße 401 führt direkt am Kanal entlang und an vielen Häusern sind Rhododendren an gepflanzt. Es muss in der Blütezeit ein Erlebnis sein an diesem Kanal die Farbenpracht zu sehen. Dann ging es bei Dörpen auf die B70 bis hinter Rheine. Dort wechselte ich auf die parallel Verlaufende A31 und legte die restlichen Kilometer bis nach Dorsten-Wulfen über die Autobahn zurück. Damit war die zweite Herbsttour zu Ende. Eine schöne Tour, die im Nachhinein zu spontan und unprofessionell war. Etwas das ich aber abstellen kann und teilweise abstellen werde. Meiner jetzigen Erkenntnis nach wird aber eine gewisse Spontanität bei meinen Touren beleiben. Denn das Spontane ist etwas, was die Reisen noch interessanter macht.

 

Die „Erlebnisstraße der deutschen Einheit“ werde ich aber besser Vorbe­reitet noch einmal abfahren. Diesmal werde ich mich besser einlesen und mir mehr Zeit für die gesamte Grenze der ehemaligen DDR lassen. Das habe ich am 9.November bei den Festlichkeiten zum 25. Jahrestag des Mauerfalls in Berlin beschlossen. Dazu aber mehr in einem Artikel der die Wohn­mobil­tour im November 2014 beschreibt.

Klaus-Jürgen Thiel